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November 2017

Ein Besuch bei Franka Emika: So unkompliziert sind Roboter

Franka Emika wirbt damit, dass seine Roboter kooperativ, preiswert und vor allem leicht zu bedienen sind. Um das – unter anderem von einer ke-NEXT-Redakteurin – auf Herz und Nieren testen zu lassen, lud das Start-up zu einer Trainings Academy.

Bild: ke NEXT / jl

Dass die Zeit gestoppt wird, wurde vorher nicht groß kommuniziert. Wäre es so gewesen, wäre der Aufbau von drei Roboterarmen inklusive ihrer Steuerung, Endeffektor und einfach allem, was sie benötigen, um in Betrieb genommen werden zu können, möglicherweise noch schneller vonstattengegangen. So brauchen die neun Herren in drei Teams zwölf Minuten. „Haben Sie das schon einmal gemacht?“, frage ich herum. Vielleicht ist es ja tagtäglich ihr Job, Roboterarme zu montieren und in Betrieb zu nehmen. Von den meisten bekomme ich ein Nein als Antwort. Man setze sich in seinem Job zwar mit Automatisierungslösungen auseinander und habe sicher Berührungspunkte mit Robotern, aber Aufbauen und in Betrieb nehmen gehöre nicht zur Routine.
Nun folgt die Probe aufs Exempel. Die drei Arme stehen zwar und sind an ein Bediengerät – in diesem Fall einen Laptop – angeschlossen, aber dass hier ein funktionierender Roboter steht, heißt das ja noch nicht. Vielleicht ist doch ein Kabel falsch angeschlossen worden. Oder der Greifer ist nicht richtig montiert. Oder es passiert einfach garnichts. Vorstellbare Szenarien, schließlich waren keine Robotikexperten mit dem Aufbau betraut und jede Gruppe hat ihren Roboter eigenständig aufgebaut. Jedoch zeigt sich beim Lösen der Bremsen – was nur bei korrekter Konfiguration funktioniert – dass alle drei Arme nun in Betrieb genommen werden können.

Nach nur wenigen Minuten steht ein funktionsfähiger High-Tech-Roboterarm vor mir. Das beeindruckt schon. Aber eine gewisse Skepsis bleibt. Ist es wirklich so einfach oder muss nun erst einmal Code in Hochsprache verfasst werden, damit beispielsweise eine gewisse Taktzeit gefahren werden kann? Ob ich ab diesem Punkt noch durchblicken werde – diese Frage hatte ich bereits gestellt, bevor ich mich in den Kurs getraut habe. Ja, auch ohne Programmierkenntnisse, würde ich verstehen, was hier passiert, wurde mir versichert. Ein bisschen Roboteraffinität sollte vorhanden sein. Kein Problem, die bringe ich mit.

Roboter arbeiten bereits in vielen Betrieben. Kleine Unternehmen und Mittelständler (KMU) bleiben bei der Roboterautomation jedoch noch häufig außen vor. Bei ihnen stehen Fragen im Raum, wie: Haben wir das Know-how um den Roboter in Betrieb zu nehmen und auf unsere Anforderungen zu teachen? Oder: Ist man mit ihm so flexibel, dass er auch verschiedene Aufgaben übernehmen kann? Diesen Fragen möchte Franka Emika mit seinen kollaborativen und leicht handlebaren Roboterarmen eine Antwort bieten – und das zu einem Preis, der im niedrigen fünfstelligen Bereich weit unter dem anderer Leichtbau-Cobots liegt.

Teilnehmerstimmen
„Wir sind auf der Suche nach einem kollaborierenden Roboter, der die monotonen Arbeiten bei unseren Kunden übernehmen kann. Dazu suchen wir auf der Schulung weitere Ansätze und Lösungen. Wir sind Integratoren und arbeiten aktuell mit dem Franka-Emika-Roboter, weil es in dieser Preiskategorie keinen vergleichbaren Roboter gibt.“

Elvir Popp, Einkauf bei CNC Automation Würfel

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